Modernste Messtechnik

Die Institut für angewandte Ökologie GmbH setzt seit vielen Jahren auf moderne, praxisnahe und technologisch fundierte Untersuchungsmethoden in der Fischökologie und Gewässerforschung. Durch die Kombination aus langjähriger Erfahrung und kontinuierlicher technischer Weiterentwicklung können ökologische Fragestellungen präzise und unter realen Freilandbedingungen beantwortet werden.

 

 

RFID-Technologie (Passive Integrated Transponder – PIT-Tags)

Seit Mitte der 1980er Jahre steht mit der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) eine besonders schonende Methode zur individuellen Markierung von Tieren zur Verfügung. Dabei werden sogenannte PIT-Tags (Passive Integrated Transponder) eingesetzt, die eine berührungslose Identifikation ermöglichen.

Die kleinen Transponder (z. B. 11 × 2 mm, 23 × 3,9 mm oder 32 × 3,9 mm) werden in Zoo-, Haus- und Nutztieren sowie insbesondere bei Fischen verwendet. Sie benötigen keine eigene Energiequelle und werden durch ein elektromagnetisches Feld einer Antenne induktiv aktiviert. Anschließend senden sie ein individuelles Datensignal zurück, das eine eindeutige Identifikation ermöglicht.

Diese Methode zeichnet sich durch folgende Vorteile aus:

  • lebenslange Identifizierbarkeit der Tiere
  • sehr schonende und gut verträgliche Applikation
  • keine Beeinträchtigung von Verhalten oder Fortpflanzung
  • hohe Zuverlässigkeit in der Freilandforschung

Da die Reichweite der Antennen begrenzt ist, werden RFID-Systeme vor allem in kleineren Gewässern oder an Engstellen wie Fischaufstiegsanlagen eingesetzt. Das Institut verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung, Installation und im Langzeitbetrieb solcher Anlagen und ist in der Lage, auch großformatige Antennensysteme individuell zu konstruieren und zu optimieren.

 

 

Telemetrie (Radio- und Akustiktelemetrie)

Die Telemetrie ermöglicht die Untersuchung großräumiger Bewegungsmuster von Fischen und Neunaugen. Ein telemetrisches System besteht grundsätzlich aus einem Sender (Emitter) und einem Empfänger.

Der Sender wird in der Regel operativ in die Bauchhöhle des Tieres eingesetzt und gibt in regelmäßigen Intervallen ein individuelles Signal ab. Diese Signale können je nach Methode unterschiedlich erfasst werden:

  • Radiotelemetrie: Empfang über oberhalb der Wasseroberfläche installierte Antennen
  • Akustische Telemetrie: Empfang über Unterwasser-Hydrophone

Die Wahl des Systems hängt von der Fragestellung, den Umweltbedingungen und dem gewünschten Beobachtungszeitraum ab. Mit dieser Methode lassen sich Bewegungen der Tiere über große Distanzen und über längere Zeiträume zuverlässig verfolgen.

 

 

Sonar-Imaging-Systeme (DIDSON und ARIS)

Sonar-Imaging-Systeme ermöglichen die hochauflösende Darstellung von Fischbewegungen und Strukturen im Wasser – auch unter Bedingungen, in denen optische Verfahren nicht einsetzbar sind. Diese Technologie wurde ursprünglich für militärische Anwendungen entwickelt und wird heute erfolgreich in der Fischökologie eingesetzt.

Das Institut für angewandte Ökologie GmbH verfügt sowohl über ein DIDSON- als auch über ein ARIS-Sonarsystem und zählt damit zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, die beide Technologien für detaillierte Freilanduntersuchungen einsetzen. Dadurch können Fischbewegungen und -verhalten selbst bei völliger Dunkelheit oder starker Trübung präzise erfasst und analysiert werden.

Die Systeme eignen sich insbesondere zur Untersuchung von Fischwanderungen, der Passierbarkeit wasserbaulicher Anlagen sowie zur Bewertung ökologischer Wechselwirkungen unter realen Freilandbedingungen.

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